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Von: Theresa von Bischopink
08.03.2016

Auftakt des ökumenischen Kreuzwegs der Jugend

"Wo bist Du Gott!"

(Foto: Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj))

„Wo bist du Gott!“ ist die zentrale Ausgangsfrage beim ökumenischen Kreuzweg der Jugend in diesem Jahr. Am vergangenen Freitag haben die Träger des Kreuzwegs in der Herz Jesu Kirche in München gemeinsam den Auftakt gefeiert. Am Freitag vor Palmsonntag beten wieder zehntausende junger Christinnen und Christen den ökumenischen Kreuzweg der Jugend.  

In der Herz Jesu Kirche, einem modernen Kirchenneubau aus dem Jahr 2000 im Münchener Stadtteil Neuhausen, hängen die originalen Fotografien, die dieses Jahr den Kreuzweg bebildern. Die einzelnen Stationen zeigen Alltagsszenen der Straße Via Dolorosa in Jerusalem, jenem Weg, den auch Jesus vor seiner Kreuzigung bis zum Hügel Golgatha gehen musste. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen stammen von Matthias Wähner, Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Das Erzbischöfliche Jugendamt München-Freising hatte evangelische und katholische Jugendliche und junge Erwachsene ebenso wie Gemeindemitglieder aus den Nachbarpfarreien der Herz Hesu Kirche und darüber hinaus zum Gebetsauftakt des Jugendkreuzwegs eingeladen. Musikalisch begleitet wurde das Auftaktgebet von einer Band mit Pater Norbert Becker aus dem Redaktionsteam des Jugendkreuzwegs, die sich am Nachmittag bei einem offenen Musikworkshop zusammen gefunden hatte.  Bei einer anschließenden Gesprächsrunde kamen der Künstler Matthias Wähner und Alexander Bothe, Geschäftsführer und Redaktionsleiter des Ökumenischen Jugendkreuzwegs, mit den Teilnehmenden zum Kreuzweg ins Gespräch.

„Man spürt, dass der Jugendkreuzweg 2016 die Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders berührt. Die Verbindung der Bilder mit den Texten und der Musik trifft die Lebens- und Gesellschaftsfragen gerade der jungen Menschen aktuell und radikal: Wo ist Gott in meinem Leben, wo in der Angst und auf der Flucht von Menschen voreinander – und wo bin ich eigentlich, wofür stehe ich selbst ein“, sagte Markus Lentner, als Referent für Religiöse Bildung des Erzbischöflichen Jugendamts München und Freising verantwortlicher Ausrichter des Gebetsabends, nach dem Auftakt.

„Wo bist du Gott!“ fragt der ökumenische Kreuzweg der Jugend in diesem Jahr inmitten von Leid und Schmerz, von Krieg und Konflikt und thematisiert in Text und Musik damit den verzweifelten Ruf in beide Richtungen, zu Gott und zu den Menschen. „Wir haben uns sehr gefreut, in München bei dieser Gemeinschaft stiftenden Gebetserfahrung über konfessionelle Grenzen hinweg dabei sein zu können. Im Gebet sind wir mit allen Gruppen verbunden, die in diesen Tagen den Jugendkreuzweg beten. Die einzelnen Elemente des Kreuzwegs sind schließlich ein so persönliches wie ökumenisches Angebot. Wir laden junge Christinnen und Christen ein, sich auf den Weg zu Ostern hin aus unseren Materialien ihren Kreuzweg zusammenzustellen, ihn zu beten und sich so auf eigene und zugleich gemeinsame Weise mit der Passion Jesu, mit der Erlösung und dem von Gott gewollten Heil auseinanderzusetzen“, erläutert Alexander Bothe, der Geschäftsführer des Jugendkreuzwegs.

1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR; seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen und Generationen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und in deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz beten ihn junge Christinnen und Christen.

Träger des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej).

Hinweis an die Redaktionen: Ein Pressepaket mit der Titelabbildung mit Motto, dem Titelmotiv, Logos für Online und Print sowie das Kreuzweg-Journal finden Sie unter: https://www.dropbox.com/s/fu19zt5rr9dq4oy/Pressepaket_JKW2016.zip?dl=0

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